Unser Katharina-von-Bora-Haus
Das Katharina-von-Bora-Haus, wir nennen es auch liebevoll KaBo, wurde im Jahre 1992 eingeweiht. Es ist nach der Gattin Martin Luthers benannt und bildet damit ein Pendant zur Martin-Luther-Kirche in Hugstetten. Hier feiern wir unsere Gottesdienste.

Die Idee, in Hochdorf eine Kirche oder ein Gemeindehaus zu bauen, geht auf das Ende der 60er Jahre zurück. 1972 wurde ein Grundstück bei den "Mühlmatten" erworben. 1991 konnte schließlich - als nach Ausweisung neuer Baugebiete die Zahl der evangelischen Gemeindeglieder auf ca. 850 angewachsen war - die Finanzierung gesichert und mit dem Bau begonnen werden. Mehr in der Chronik.
Seit Herbst 2000 hat das Haus eine Photovoltaik-Solaranlage.
Von der Diaspora zur Kirche in der Stadt
Die Hochdorfer Gemeinde im Porträt
(Artikel zum 20-jährigen Jubiläum des Katharina-von-Bora-Hauses im Jahre 2012)
Hochdorf ist mit ca. 1150 Seelen die kleinste Gemeinde im Kreise der Predigtbezirke der heutigen Freiburger Pfarrgemeinde West. Und zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren es in Hochdorf sogar so wenige Evangelische, dass die Finger einer Hand ausreichten, um die Evangelischen im Ort zu zählen. In den umliegenden Dörfern Umkirch sowie den March-Dörfern Hugstetten, Buchheim und Neuershausen sah es nicht viel anders aus. Diese Ortschaften zwischen Freiburg und Kaiserstuhl waren praktisch zu 99 % katholisch. Eine typische Diaspora-Situation für die Protestanten.
Das Zentrum dieser Diaspora-Gemeinde lag in Hugstetten und Buchheim. Bis 1906 wurde die Diasporagemeinde von Bötzingen aus versorgt, von 1906 bis 1931 dann von der Luthergemeinde. Bevor in den 20er Jahren in der Hugstetter Schule ein Raum für Zusammenkünfte der Evangelischen zur Verfügung stand, ging man oft zu Fuß zum Gottesdienst entweder nach Bötzingen oder nach Freiburg. Von 1931 bis 1937 wurde die Diasporagemeinde von Breisach aus versorgt, danach von der Luther-Tochter Betzenhausen. Im Jahre 1948 wurde sogar die Zähringer Gemeinde in Freiburg für die Diaspora zuständig, anschließend wieder Freiburg-Betzenhausen. In den 60er Jahren waren so viele Vertriebene und Flüchtlinge nach Hugstetten und die Nebenorte gekommen, dass sich erstmals die Gründung einer eigenständigen „Kirchengemeinde Hugstetten-Umkirch“ lohnte.
Nach der Trennung von Umkirch entstand dann 1974 die selbständige „Kirchengemeinde March“. Die kommunale Eingemeindung Hochdorfs nach Freiburg und die Auswiesung neuer Baugebiete führten zu einem starken Anstieg der Zahl der Evangelischen in diesem neuen Stadtteil. Einige Familien unternahmen es, Gottesdienste in Räumen der katholischen Gemeinde St. Martin zu organisieren. Pfarrer Quincke und insbesondere der Baufachmann der Gemeinde, Horst Isaak, trieben den Plan eines eigenen Gemeindezentrums voran. Im Jahre 1992 konnte dieses Projekt mit dem Bau des Katharina-von-Bora-Hauses schließlich verwirklicht wurde. Mit der Wahl eines eigenen Ältestenkreises waren die evangelischen Christen in Hochdorf dann bald zu einer richtigen Pfarrgemeinde innerhalb der Kirchengemeinde March geworden. Ein aktives Team, bestehend aus dem Pfarrer-Ehepaar Lallathin, der Diakonin Sonja Rau und vielen engagierten Ehrenamtlichen, brachte den Aufbau der Gemeinde, die zu einem erheblichen Teil aus jungen zugezogenen Familien bestand, erfreulich schnell voran. Im Jahre 1999 nahmen Lallathins eine Pfarrstelle in Mosbach an. Aus Lahr kam ein Jahr später das Pfarrer-Ehepaar Becker-Hinrichs in die Kirchengemeinde March. Diakonin Sonja Rau zog es 2002 in den Schuldienst, und 2003 begannen die Überlegungen für eine auch kirchliche Zuordnung von Hochdorf zur Stadt Freiburg. Die Einbuße an personeller Kapazität bei den Hauptamtlichen und die Konzentration auf die politische Frage „Bei March bleiben oder nach Freiburg gehen?“ absorbierten viel Energie, die der Ältestenkreis lieber in den weiteren Gemeindeaufbau investiert hätte. Gottseidank kam 2005 mit Frau Glünkin wieder eine Diakonin, und auch eine neuerliche Vakanz in March-Hochdorf infolge des Weggangs von Becker-Hinrichs‘ nach Karlsruhe und Bretten 2005 konnte mit der Besetzung der Pfarrstelle durch Pfarrer Schmitthenner, der aus Appenweier kam, noch im selben Jahr beendet werden.
In der Zeit von 2007 bis 2009 war Hochdorf im Wesentlichen mit der Erprobung befasst, also damit, sich eine Meinung zu bilden, ob man „nach Freiburg wechseln“ wolle oder nicht. Die „Bedingung“ der Hochdorfer war, neben der Diakon-Versorgung zusätzlich eine gleichberechtigte pfarrerliche Versorgung zu bekommen und das Katharina-von-Bora-Haus zu behalten. Nicht zuletzt der beherzte Einsatz von Herrn Habel, die Gemeindearbeit in Hochdorf als Pfarrer zusätzlich zu seinen sonstigen Verpflichtungen wesentlich mitzutragen, hat den Ausschlag für einen Wechsel der Gemeinde von March nach Freiburg gegeben.
Seit dem 1. Januar 2010 gehört Hochdorf somit zum Kirchenbezirk Freiburg und damit zur dortigen Pfarrgemeinde West. Im Anschluss an reichlich Organisations- und Gremienarbeit sind die Hochdorfer evangelischen Christen nun zuversichtlich, dass man sich als Gemeinde zusammen mit dem Team der Hauptamtlichen der Pfarrgemeinde, allen voran Herr Habel und der seit 2010 für Hochdorf zuständige Diakon Joost Wejwer, voll auf einen erfolgreichen weiteren Aufbau der Gemeinde konzentrieren kann.
Geprägt wird das Bild der Gemeinde immer noch überwiegend von jungen Familien, die sich trotz der dörflichen Struktur Hochdorfs durchaus als Bewohner der Stadt Freiburg verstehen. Bis 2011 gab es bis an die 20 Konfirmanden in jedem Jahrgang. Zur katholischen Schwestergemeinde St. Martin besteht ein hervorragendes ökumenisches Verhältnis. Im Hochdorfer Ortsältestenrat sind derzeit 7 Ehrenamtliche aktiv. Bei Gemeindefesten und Verteilungsaktionen können sie zusätzlich auf 30 bis 40 Helfer zählen, Hilfsangebote zu spontanen Anlässen nicht gerechnet. An Gemeindekreisen sind im Wesentlichen zu nennen: das Themengottesdienst-Team, der March-Hochdorfer Posaunenchor, der Besuchsdienst, die Pfadfinder, die Gastgeber-Runde vom Gemeindenachmittag, die Spieleabend-Gruppe und das Gemeindebriefteam. Einige Ehrenamtliche sind im örtlichen Diakonieverein engagiert oder sind dort Mitglied oder arbeiten in der lokalen Nachbarschaftshilfe mit. Neben lebendigen Gottesdiensten und Kindergottesdiensten steht ganz oben auf der Wunschliste der Gemeinde, dass es auch künftig gelingen möge, die Jugend- und Kinderarbeit zum Wohle der jungen Menschen in der Hochdorfer Gemeinde erfolgreich weiter zu entwickeln.
Knuth Stemmer
2012: Ein Jubiläumsjahr steht ins Haus
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 02. Januar 2012 um 20:14 Uhr
Im Mai 2012 wird unser Katharina-von-Bora-Haus 20 Jahre alt. Sind 20 Jahre jetzt eine kurze oder eine lange Zeit? 20 Jahre für ein Haus? Ist das Haus da noch jugendlich oder ist es schon erwachsen?
Neue Auto-Parkplätze vor dem Katharina-von-Bora-Haus?
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 26. Oktober 2011 um 20:52 Uhr
Die evangelische Gemeinde braucht sie nicht, die zusätzlichen Autostellplätze vor dem Katharina-von-Bora-Haus, deren möglicher Bau vor einigen Monaten - wie in „Hochdorf aktuell“ zu lesen - von der Freiburger Verwaltung auf die Tagesordnung des Hochdorfer Ortschaftsrates gesetzt worden war. Denn zum Gottesdienst oder zu sonstigen Veranstaltungen im Katharina-von-Bora-Haus kommen die meisten Besucher erfreulicherweise zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Ob aber neue Parkplätze wegen eines sonstigen öffentlichen Bedarfs notwendig bzw. erwünscht sind, darüber wird demnächst eine politische Entscheidung getroffen werden.
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Wegbeschreibung
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 13. September 2009 um 16:08 Uhr
Zu finden ist das Katharina-von-Bora-Haus in der Ortsmitte von Freiburg Hochdorf gegenüber vom Schwimmbad in der Sackgasse "Zu den Mühlmatten", an der auch Schule und Schwimmbad liegen.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das KaBo über die Buslineie 36 ab Freiburg-Moosweiher (Endstation Straßenbahn Linie 1) zu erreichen. Ausstieg Haltestelle Vorstadt oder Högestraße. Von dort auf der Hauptstraße am Fußballplatz vorbei Richtung Ortsmitte und dann über den großen Parkplatz gehen.Was wird aus unserer Pferdekoppel?
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 19. Dezember 2011 um 00:11 Uhr
Bei der Hochdorfer Gemeindeversammlung am 16. Mai 2010 stand u. a. auch das Thema „Zukunft des Katharina-von-Bora-Geländes“ auf der Tagesordnung. Mit nicht geringem Erstaunen vernahmen die Versammlungsteilnehmer, dass es auch vom Oberkirchenrat in Karlsruhe unterstützte Bestrebungen gibt, den derzeit als Pferdekoppel verpachteten Teil des Katharina-von-Bora-Geländes möglichst bald zu verkaufen und den überwiegenden Teil des Erlöses an die Kirchengemeinde March abzuführen. Begründung: Die Kirchengemeinde March stand beim Wechsel von Hochdorf nach Freiburg im Grundbuch und deshalb könne sie als Eigentümer bestimmen, was mit dem Grundstück zu geschehen habe.
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